Chiang Mai
Chiang Mai, Rose des Nordens
Diese Stadt mit seiner Umgebung gehört zu meinen absoluten Favoriten in Thailand.
Hier habe ich die meiste Zeit verbracht. Die Touristen im Norden von Thailand unterscheiden sich total von den Bade-Touristen im Süden. Viele sind jugendliche Rucksacktouristen aus allen Ländern der Erde, die in den vielen, einfachen Gästehäusern wohnen und Trekking-Touren in die benachbarten Berge (Hilltribe Touren) machen. Diese Berge sind Ausläufer des Himalaja und noch ziemlich unberührt. Dort kann man auch mal wilde Elefanten sehen, die andern größeren Tiere (Tiger usw., die meisten Thais haben selbst noch keinen gesehen.) sind tagsüber gut versteckt. Das beste Transportmittel ist das Moped (die meisten Moped-Verleiher sind in der Moon-Muang-Road, Reisepass nicht vergessen, wird benötigt) oder ein gemieteter Guide mit Auto. Das hört sich teurer an als es ist. Die angebotenen Tagestrips zu den Elefantencamps, Orchideenfarmen, Schlangenfarmen, Bamboorafting (Bambusflöße) sind sehr erschwinglich. Die Tourenanbieter gibt es fast an jeder Ecke. Auch hier das handeln nicht vergessen.
Die Altstadt von Chiang Mai ist ein Quadrat mit einem Grundriss von ca. 1500 m Seitenlänge und ist mit einem wunderschönen Wassergraben und Teilen der ehemaligen Stadtmauer umgeben. Chiang Mai war früher ein eigenes Königreich (Lanna Thai). Auf dem Gelände des Wat Suan Doc liegen viele Herrscher aus dieser Zeit begraben. Der letzte König von Chiang Mai hat sein Grab auf der Spitze des Doi Inthanon (2565m) im Westen der Stadt. Ca. 70 km. Die Fahrt dahin lohnt sehr, das ganze Gebiet um den Berg ist zum Nationalpark erklärt worden. Dieser Ausflug wird noch extra von mir beschrieben.

In Chiang Mai kann man, im Gegensatz zu Bangkok, gut mit dem TukTuk fahren. Unbedingt vor der Fahrt den Preis aushandeln. Der geforderte Preis ist immer zu hoch. Für Waren, TukTuks, Kleidung usw. gilt ungefähr folgende Regel: z.B. es werden 100 Baht gefordert, dann bietet 50 und einigt euch dann auf 60 Baht.
Kartenvorschlag: B&B MAP Thailand North ISBN 3-89707-512-1
Hotels/Gästehäuser
Das Angebot ist so riesig, dass man sich nur schwer entscheiden kann.Ich habe immer gerne im Chiang Mai Gate Hotel gewohnt. Das Hotel deckt fast alle Preisklassen ab. Vom einfache Zimmer im Gästehaus bis zum komfortablen Hotelzimmer kann man alles bekommen. Die Lage ist ideal, nur ein paar Schritte zur Altstadt. Die Preise in Thailand sind immer Zimmerpreise, das gilt für jedes Hotel.
Chiang Mai Gate Hotel Es ist ein Swimmingpool vorhanden.
Auch nicht schlecht ist das:
BP Chiang Mai City Hotel Es ist ein Swimmingpool vorhanden.
Auch diese Lage ist prima, weil das Hotel in der Altstadt liegt.
Man kann von beiden Hotels aus die gesamte Altstadt zu Fuß erkunden. Das von vielen gepriesene "Lai Thai Guesthouse" hat uns nicht gefallen. Wir sind nach einer Nacht wieder ausgezogen.
Tempel:
Wat Suan Doc Watt Chedi Luang Wat Phra Sing Wat Meun Ngoen Kong (Lanna Thai) Heiliger Baum
Wat Doi Suthep
Chedi Smaragdbuddha Betende Thais Buddha
Der Tempel ist eines der größten Heiligtümer Thailands. Der Wat liegt außerhalb von Chiang Mai, wunderschön gelegen in ca.1000 m Höhe auf einem Berg. Etwa 16 km nordwestlich von Chiang Mai. Ich bin zweimal dort gewesen. Einmal mit einem Songthaew mit Fahrer, beim zweiten mal habe ich mich (und Elke) mit dem Moped (Honda Wave) hochgequält. Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl der Tempel in und um Chiang Mai. Man trifft immer wieder, auch in kleinen Seitenstraßen, auf Tempel.
Songthaew
HondaWave
Die Songthaews fahren normalerweise in Chiang Mai als ein Massentaxi durch die Stadt. Man winkt und der Fahrer hält an. Wenn euer Ziel mit seiner Richtung übereinstimmt, kann man für ein paar Baht quer durch die Stadt fahren. Bringt richtig Spaß, weil fast nur Einheimische mitfahren. Dann werden wir "Langnasen" angestaunt.
Mopeds ausleihen ist kein Problem. Anbieter gibt es genug. Bei der Übernahme erst einmal einen Check durchführen. Bremsen ausprobieren. Auf vorhandene Beschädigungen überprüfen. Am Besten gemeinsam mit dem Vermieter. Immer mit Helm fahren, auch wenn andere es nicht machen. Ich habe mir meinen Helm immer von zu Hause mitgebracht.
Jetzt noch ein Wort zur Polizei in Thailand: Sie machen gerne Jagd auf Touristen ,die ihrer Meinung nach, sehr reich sein müssen. In den Touristenzentren des Südens ist es an der Tagesordnung. Das Fahren ohne Helm wird geahndet. Ich habe es sogar erlebt, dass ich Strafe zahlen musste, obwohl Elke und ich einen Helm trugen. Lasst euch auf keine Diskussion mit der Polizei ein. Zahlt die Strafe und verlangt keine Quittung. Die Polizisten bessern damit ihr karges Gehalt auf. Wir mussten damals 300 Baht zahlen (nachdem ich noch gehandelt habe), das sind ca. 6 EUR.
Anschließend haben wir uns freundlich getrennt.
Essen und Trinken:
Die Anzahl der Restaurants sind vielfältig. Man kann in Chiang Mai fast alle Küchen der Welt probieren. Ich habe aber die Thai-Restaurants vorgezogen. Für Leute, die aber auf deutsche Küche nicht verzichten können, gibt es am "Nachtmarkt" (Nightbazaar) sogar ein bayerische Restaurant mit Spezialitäten aus der Heimat. Aber auch die Thai-Gerichte des "German Hofbräuhaus" sind nicht schlecht. Und man kann deutsches Bier trinken.
Eines der besten Thailokale (unserer Meinung) ist das "The Riverside" am Ping-River.
Sehr romantisch ist auch das Lokal "The Gallery" am Ping-River, gleich nebenan.
Ansonsten sollte man auch die vielen kleinen Restaurants in Chiang Mai besuchen. Ausprobieren !!!!!!!!!!!!!!!
Es gilt wie überall auf der Welt: Geht dort hinein, wo auch Einheimische essen.
Hier esse ich mit Thais eine Spezialität aus Chiang Mai , eine Lanna-Suppe. Was drin war ? Keine Ahnung, aber lecker.
Bo Sang (Dorf der Schirme)
Sehr schön ist ein Ausflug zum Kunsthandwerkerdorf Bo Sang. Das Dorf liegt etwa 10 km südöstlich von Chiang Mai. Fahrt am besten mit dem Moped oder lasst euch von einem Songthaew mitnehmen. Auch mit dem TukTuk ist die Fahrt nicht lang. In Bo Sang werden überwiegend wunderschöne Schirme hergestellt und verkauft. Und man kann sich die Fertigung auch anschauen. Aber auch andere handwerkliche Produkte werden dort hergestellt. Z.B. Schnitzereien aus Holz.
San Kamphaeng (nur ein wenig weiter) ist das Zentrum für die thailandische Seiden -und Baumwollherstellung. Auch das sollte man sich anschauen. Die thailändische Seide gilt als die Beste der Welt.
Wenn du mit dem Moped nach Bo Sang/San Kamphaeng fährst, dann fahre noch weiter zu den heißen Quellen. Es sind aber einige Kilometer noch zu fahren. Aber es ist aber eine wunderschöne Strecke durch Reisfelder und kleinen Siedlungen, in der Ferne die Berge. Es lohnt sich wirklich.
Mae Rim Valley
Das Mae Rim Valley liegt im Nordwesten von Chiang Mai. Man fährt auf dem Highway 107 bis nach Mae Rim und biegt dann hinter dem Ort links ab Richtung Samoeng. Dann beginnt das wunderschöne Tal. An dieser Strasse liegen viele touristische Ziele, die auch als Tagestour von Chiang Mai aus angeboten werden. Es sind:
Schlangenfarm ( war ich nicht) Orchideefarm (nicht schlecht, für Blumenfreunde) Mae Sa-Wasserfall (sehr schön) Elefantencamp mit Reitmöglichkeiten (sollte man mitgemacht haben) Botanische Garten der Königin Sirikit (sehr schön)
Wenn man aber mehr von dem Valley sehen möchte, dann muss man weiterfahren. Das geht natürlich nur dann, wenn man selbst mit dem gemieteten Auto oder dem Moped fährt. Die organisierten Fahrten nehmen ja noch andere Gäste mit und das Programm ist festgelegt.
Also nehmen wir an, ihr fahrt selbst (2 Personen), dann solltet ihr für das Moped nicht zu schwergewichtig sein, denn es geht ständig bergauf Richtung Pass und die kleine Maschine muss sich richtig quälen. Unterwegs findet ihr einen sehr schönen Wat in der Nähe von Pong Yaeng Nok, den ihr euch anschauen solltet. Wahrscheinlich seid ihr die einzigen, ausländischen Besucher. Und das ist gut so. Auf dem Gipfelpunkt des Passes schaut ihr in ca. 1200 m Höhe Richtung Norden über das grüne Land mit den schönen Bergen . Dann geht es natürlich ziemlich steil bergab. Vorsicht, jetzt braucht man die guten Bremsen. Unten kommt ihr an eine Kreuzung, wo ihr entscheiden müsst, ob ihr links Richtung Chiang Mai fahren wollt (sehr zu empfehlen, aber sehr gebirgig, deshalb anstrengend) oder rechts ab Richtung Samoeng. Samoeng ist aber ein Ort der Ruhe, was heißt, wenig los. Aber sehr gut und preiswert kann man dort essen. Und man kann dort tanken !!!!
Ansonsten fahrt ihr von Samoeng wieder den Weg zurück über Mae Rim und dann nach Chiang Mai.
Wenn ihr wieder in Chiang Mai seid, habt ihr runde 150 km hinter euch. Aber es ist sehr schön dort anzuhalten, wo man will.
Doi Inthanon (2565 m)
Einen Tagesausflug zum Nationalpark Doi Inthanon sollte man unbedingt machen. Wir haben uns einen Guide mit Auto gemietet. Man muss aber davon ausgehen, dass der Reiseführer ausschließlich englisch spricht. Für Getränke und Mittagessen ist gesorgt. Mit dem Moped zu fahren hat keinen Sinn, das Gebiet zu gebirgig.
Zuerst haben wir den wunderschönen Wasserfall "Vachirathan" besucht. Dann einen Besuch in einem Karen-Dorf (aus Myanmar eingewandertes Bergvolk ). Solche Besuche in den Bergdörfern habe ich danach nicht mehr gemacht, ich kam mir ziemlich blöd vor, den Menschen in ihre Behausung zu schauen. Wie ein menschlicher Zoo. Ich musste unseren Guide davon abhalten, mit uns in diese (bewohnten) Häuser zu gehen, wo er uns wahrscheinlich auch noch die Schlafecke zeigen wollte. Natürlich bekommen die Bewohner Geld dafür, aber es kann nicht sein, dass die Leute von den Touristen leben, sie vernachlässigen ihren normalen Lebensunterhalt.
Wir haben auch eine Entwicklungs-Gartenanlage zur Erzeugung von Blumen und Gemüse, statt Opium, besucht. Dort wird den Berg-Völkern beigebracht, dass man auch ohne Mohnanbau leben kann.
Dann ging es ständig steil bergauf bis zum Gipfel. Man fährt praktisch durch alle Jahreszeiten: Unten Tropenhitze und dann bis oben in den (thailändischen) Winter. Faszinierend. Im Gipfelbereich herrscht ein kühles Nebelwald-Klima. Wir hatten auf dem Gipfel eine Temperatur von 15 °C. War auch mal angenehm.
Alle Bäume und Büsche sind mit Flechten, Moosen und Orchideen bewachsen. Es gibt da oben einen kurzen Wanderweg (Rhododrendon-Hain), den man unbedingt einmal laufen sollte. Die Rhododrendon sind nicht wie bei uns in Deutschland Büsche, sondern richtige, große Bäume. Laufzeit ca. 30 Minuten. Wie schon an anderer Stelle berichtet, ist der letzte König von Chiang Mai hier oben begraben. Es gibt ein entsprechendes Denkmal/Grabmal. Auf der Rückfahrt haben wir die beiden neuen Chedis ( Bild links, einer gilt als männlich, der andere als weiblich) besichtigt. Weil die Chedis schon unterhalb der Wolken liegen, hat man einen grandiosen Ausblick. Unbedingt anschauen. Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Ziele zwar angefahren werden, aber schon die Fahrt durch dieses Gebirge ist das Geld wert.
Lamphun (Lampoon)
Ein Besuch der alten Haripunchai-Königstadt sollte man nicht auslassen. Die Stadt ist - wie Chiang Mai - von einem Stadtgraben umgeben. Da in Lamphun weniger Touristen sind, erlebt man den alten Charme der Stadt viel mehr. Auf der Fahrt von Chiang Mai nach Lamphun (nicht auf dem Highway) passiert man eine wunderschöne Allee mit alten Bäumen. Alle diese Bäume sind mit heiligen Tüchern umwickelt, um das Fällen wegen einer Strassenerweiterung zu verhindern. Bis heute mit Erfolg. Besonders sehenswert ist der Wat Phra That Haripunchai. (Baubeginn:897 n. Cr.) Beim Spaziergang am Fluss Ping-River (der auch durch Chiang Mai fließt) seht ihr eine überdachte Holzbrücke, auf der viele, kleine Verkaufsstände ihre Waren anbieten.
Goldenes Dreieck (Golden Triangle)
Mit einem Kleinbus und 4 weiteren Gästen (und einer englischsprachigen Reiseführerin) haben wir eine Tagesfahrt zum Golden Triangle unternommen. Erster Pausenstopp war bei den heißen Quellen von Pong Nam Ron. Dann weiter über Chiang Rai nach Chiang Sae mit den Wat Chedi Luang aus der Lanna-Zeit. Nach einer kurzen Weiterfahrt sehen wir endlich den legendären Mekong. Vom "Golden Triangle" Denkmal" kann man auf der anderen Flussseite den Nachbarstaat Laos und im Norden Myanmar (Birma) sehen. Wer möchte, kann auf dem Fluss eine Fahrt mit dem Speedboat unternehmen.
Nach einem Mittagessen (im Preis der Fahrt enthalten) weiter zur Grenzstadt Mai Sai (nördlichste Stadt Thailand) mit dem Übergang nach Myanmar. Vorsicht, die Stadt ist ein Zentrum der Schmuggler und sonstiger zwielichtiger Leute, also haltet eure Geldbörse fest. Es leben dort auch viele Flüchtlinge aus Myanmar, die man sofort erkennen kann, da die Frauen die weiße Gesichtsfärbung der Burmesen tragen. Übrigens, in den Schüsseln der beiden Strassenhändlerinnen sind lebende Maden und riesengroße kakerlakenähnliche Insekten. Unsere Reiseführerin sagte uns, das ist eine Delikatesse. Bild rechts.
Auf dem Rückweg nach Chiang Mai haben wir noch ein abgelegenes Bergdorf besucht. Meine persönliche Meinung dazu habe ich schon bei der Tourbeschreibung zum Doi Inthanon zum Ausdruck gebracht.
Spät abends waren wir dann wieder in Chiang Mai.
Für alle meine Fotos auf dieser Website: © Uwe Steen/usteen











































