Homepage von Uwe Steen
Korfu 2007
http://www.steenonline.de/korfu.html

© 2012 Homepage von Uwe Steen
Startseite - Kontakt - Impressum

Korfu

 

Korfu, die grüne Insel im Ionischen Meer  (2.6. - 9.6.2007)

Nachdem wir viele Länder rund um das Mittelmeer (Kroatien, Italien, Frankreich, Spanien, Ägypten) besucht haben, war diesmal Griechenland an der Reihe.

Uns wurde die Insel von vielen Griechenland-Besuchern wärmstens empfohlen. Und es war eine gute Wahl. Die Insel besticht nicht nur durch viele wunderschöne, grandios gelegene Bergdörfer und Strände, sondern auch durch viele kulturelle Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört unbedingt Korfu-Stadt (Kerkyra), Kloster Paleokastritsa und der Sissy-Palast Achilleion. Die landschaftlichen Topziele sind der höchste Berg Korfus, der Pandokrator, die Sandsteinklippen von Sidari, die Buchten von Paleokastritsa und die reizvollen, einsamen Bergdörfer im Inselinneren. Auf der grünen Insel sollen über 4 Millionen Olivenbäume stehen. Dazu die unzähligen Zypressen. Es ist auf jeden Fall die grünste Mittelmeerinsel, die ich je gesehen habe. Es herrscht dort eine Luftfeuchtigkeit von über 80 %, deshalb leben dort die Pflanzen so gut. Mai oder Juni ist die beste Reisezeit, um die Insel zu erkunden. Alles blüht und  wächst. Und es ist nicht so heiß. Wir haben Temperaturen um 25 ° gehabt. Wassertemperatur ca. 21°.  Optimal

Sprachprobleme gab es nicht, in deutsch oder englisch konnte man sich gut verständigen.

           

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 Hier eine kleine Dia-Show auf YouTube

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ein Leihwagen ist allerdings sehr zu empfehlen (es kann auch ein Motorroller(rad) sein, ist aber sehr gefährlich). Auch mit dem Auto (in unserem Fall ein kleiner Fiat Panda) ist das Befahren der engen, kurvenreichen, steilen und z.T. schlechten Straßen nicht ohne Risiko. Defensives, vorausschauendes Fahren ist anzuraten. Oft musste ich zurücksetzen, weil bei Ortsdurchfahrten keine zwei Autos nebeneinander Platz hatten. Dazu kommt, das durch den relativ hohen Anteil von Engländern, die zuhause Linksverkehr haben, das Fehlverhalten im Straßenverkehr erhöht wird. Also Vorsicht. Mit den Straßenschildern hatte ich im Inselinneren einige Probleme, da nur in griechisch, mit den mir unbekannten Schriftzeichen. An den großen Strassen gab es aber auch Schilder mit lateinischen Buchstaben.

Unser Hotel in Pelekas (Beach) war besonders durch den Seeblick vom Balkon hervorzuheben. Es ist schon traumhaft, auf dem Balkon zu sitzen, dem Rauschen des Meeres zu lauschen, den Sonnenuntergang zu bewundern und ein Glas Wein in der Hand zu haben. Zimmer und Essen waren befriedigend. Der Aufstieg zu Fuß vom Hotel zum Bergdorf Pelekas war zwar nicht lang (1,5-2 km), aber sehr anstrengend, da ca. 300 Höhenmeter bewältigt werden müssen. Aber es lohnt sich. Das Dorf ist schön anzuschauen. Ein wenig weiter gelangt man zum so genannten Kaiserthron mit einem herrlichen Ausblick über das Meer und die Insel. Dieser Platz hat den Namen durch Kaiser Wilhelm II erhalten, der dort die Sonnenuntergänge bewundert haben soll.

       

       

                                        

Nachdem wir unseren Leihwagen erhalten haben, sind wir zuerst nach Korfu-Stadt gefahren. Während der Verkehr außerhalb der City gering ist, wurden wir durch den starken, großstadtähnlichen Verkehr in Korfu-Stadt überrascht. 80 % der Korfioten leben dort. Dementsprechend der Autoverkehr.

Die Stadt ist unbedingt sehenswert. Ein Rundgang durch die Altstadt (Campiello) ist eine Reise in die (venezianische) Vergangenheit. Imposant die Alte- und die Neue Festung, die eleganten Liston-Arkaden, die Hauptkirche des Schutzheiligen St. Spyridon und natürlich das Altstadtviertel Campiello. Die vielen Museen haben wir leider nicht besuchen können, dafür reichte die Zeit einfach nicht.

       

             

           

 

Am nächsten Tag haben wir, nach einer wunderschöne Fahrt durch die Berge und Olivenhaine der Insel, das Sissy-Schloß Achilleion besucht. Ich persönlich habe nicht soviel für derartige, von vielen Touristen (Busse) besuchte Schlösser übrig, aber ich war angenehm überrascht. Ein sehr schönes Schloss, eine wunderbare Parkanlage und ein fantastischer Blick über die Insel haben den Besuch gerechtfertig. Nach dem Tod der Kaiserin von Österreich hat der deutsche Kaiser Wilhelm II das Schloss übernommen und der damaligen Zeit entsprechend umgestaltet.

       

                       

Tags darauf, ein wirkliches Highlight für mich, sind wir auf den höchsten Berg Korfus, den Pandokrator (906 m) gefahren. Die Anfahrt war schon ein Erlebnis. In unzähligen Steilkurven (Haarnadelkurven) kletterten wir mit dem Auto auf den Berg. Ein grandioser Blick über die Insel war der Lohn. Eine große Vielzahl von Blumen und Sträuchern säumen den Weg zum Gipfel. Auf dem Gipfel steht ein kleines Kloster, der Pope war allerdings beschäftig, den Touristen Andenken in Form von billigen Ikonen usw. zu verkaufen. Naja.

Anschließend fuhren wir in den Nordwesten der Insel, zu den Sandsteinklippen von Sidari. Das war ganz nach meinem Geschmack. Eine wundervolle Formation der Klippen, dazu der Ausblick über das blaue Meer, schöner geht's kaum. Allerdings ist der lebhafte Ort fest in englischer Hand.

     

       

                

      

Am letzten Tag unserer Autozeit, besuchten wir den "Balkon über dem Ionischen Meer", den Aussichtspunkt "Bella Vista". Ein unglaublicher Blick über das Meer. Anschließend ging es weiter zum Kloster Paleokastritsa (13.Jahrhundert). Dieses Kloster hat uns sehr gut gefallen. Hervorzuheben ist auch der gepflegte Klostergarten. Die Lage auf einem Berg, steil abfallend zum Meer, ist großartig. Die bewaldeten Landspitzen und sichelförmigen Buchten der berühmtesten Landschaft Korfus ziehen die Besucher seit dem 19. Jahrhundert an. Zu Recht.

       

                       

Dann die Fahrt in den Nordosten Korfus, in das Fischer-und Hafenstädtchen Kassiopi. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung bis zur albanischen Küste. Der gute Eindruck des Ortes wurde nur durch die vielen Touristenbusse (mit Inhalt) getrübt. Auch habe ich dort das schlechteste Essen auf Korfu erlebt. Auf der Rückfahrt durch die Berge haben wir einen Friedhof in einem kleinen Bergdorf besucht. Der Eindruck war allerdings nicht sehr gut, weil die Anlage total verwildert und ungepflegt war. Nach einer aufwendigen Beerdigung wird das Grab sich selbst überlassen. Auch eine Einstellung.

   

Oberhalb von Pelekas-Beach haben wir oft Paraglider beobachtet, die dann am Strand gelandet sind. Den Startplatz haben wir uns angeschaut. Würde ich auch mal gerne machen.

 

Fazit:

Ein Insel, die man unbedingt mal besuchen sollte.

Preise: In Korfu-Stadt recht hoch (1 Eiskaffee 5,00€), außerhalb der Stadt  moderat. Die Korfioten sind sehr freundlich und hilfsbereit.

Für alle meine Fotos auf dieser Website: © Uwe Steen/usteen

Nach oben