Krabi/Ao Nang
Krabi - Ao Nang, Perle des Südens
Die kleine Stadt Krabi mit dem neuen, modernen Flughafen liegt etwa 1,5 Stunden Flugzeit von Bangkok entfernt, im Südwesten Thailands, östlich von Phuket. Wir haben uns für diese Gegend entschieden, weil man es gut per Flugzeug erreichen kann und weit vom Touristenrummel Phukets entfernt ist. Zwischen Phuket und Krabi liegt eine Bucht der Andamanensee mit den Phi Phi Islands. Natürlich kommen auch nach Krabi und Umgebung die Touristen, aber man hat hier bessere Möglichkeiten, auch das schöne Hinterland zu erkunden. Nur ein wenige Kilometer vom Strand entfernt, sieht man das ursprüngliche Thailand mit seinen Dörfern, Nationalparks und Märkten. Und da werden die Touristen selten, und die doch unterwegs sind, haben die gleiche Einstellung wie wir. Sie wollen Land und Leute kennen lernen. Auf unseren Mopedtouren haben wir auch die ungewöhnliche Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Thais schätzen gelernt. Ich will ein Beispiel geben: Elke und ich hatten uns im Hinterland verfahren und der Sprit wurde knapp, aber keine Tankstelle in Sicht (wie auch, kein Dorf oder Stadt in der Nähe). Bei einem einsamen Haus wollte ich nachfragen. Ergebnis: Die Frau nahm unser Moped, fuhr damit hinter das Haus und dort stand ein Benzinfass und wir konnten voll tanken. Anschließend wollte sie uns auch noch zu Essen einladen. Typisch für die Thais.
Wir sind vom Flughafen Krabi direkt nach Ao Nang per Taxi gefahren (ca. 30 Minuten). Ao Nang war ein Tipp von unserem Sohn Carsten, der schon mal da war. Ao Nang Link
Da wir keine Unterkunft vorher gebucht hatten, haben wir uns für eine Nacht im erstbesten Hotel einquartiert. Erst am nächsten Tag haben wir uns umgesehen und dann das Hotel für die restlichen Tage gesucht. Insgesamt waren wir 9 Tage in Ao Nang. Ao Nang besteht fast nur aus einer Strandpromenade mit Gaststätten und Hotels. Aber es wird alles geboten, was man so braucht. Aber der Strand mit den vorgelagerten Inseln und Felsentürmen (so ähnlich wie der "James Bond" Felsen) ist grandios. Die Wasserlandschaft ist viel schöner als z.B. Koh Samui.
Die Fotos sind vom Video-Camcorder entnommen, deshalb die schlechtere Qualität.
Eine besondere Tagestour mit einem "Longtail"-Boot kann ich empfehlen. Die "Four Island Tour" zum Schnorcheln oder Tauchen. Der Lunch ist bereits im Preis enthalten und Getränke für wenig Geld sind genügend an Bord. Wir hatten das Glück, ein Boot für uns alleine zu haben und konnten die Dauer der Zwischenstops selbst bestimmt. Der Bootsführer hat immer so lange gewartet.
Erster Haltepunkt zum Schnocheln war Ko Poda. Siehe Bilder
Der zweite Haltepunkt war Chicken Island. Wieder haben wir geschnorchelt, aber das Korallenriff war in einem schlechten Zustand. Außerdem war das Wasser durch den ausklingenden Monsun (Ende Oktober) nicht besonders klar.
Die dritte Insel kenne ich nicht mehr beim Namen. Dort haben wir uns einfach nur umgeschaut, sind ein paar Meter in den Dschungel gelaufen oder haben die schöne Aussicht genossen.
Der vierte Haltepunkt ist zwar keine Insel, aber trotzdem der schönste Platz dieser Tour. Die Bucht von Phra Nang ist ein Traum. Ein Südseeparadies, wie man es sich im kalten Deutschland vorstellt. Die Höhle in dem Felsen wird von mutigen (oder leichtsinnigen) Kletterartisten gerne besucht. Nach einem längeren Aufenthalt ging es per Boot wieder zurück nach Ao Nang. Ein schöner Tag.
Ausflug zum Khao Phanom Bencha Nationalpark.
Wieder sind Elke und ich mit dem Moped unterwegs. Wir wollen zum Khao Phanom Bencha Nationalpark. Allerdings hatten wir Schwierigkeiten, trotz Karte, den Weg zu finden. Streckenweise fuhren wir durch menschenleere, bizarre Felsenlandschaften (ähnlich wie die Felstürme im Meer). Bei dieser Gelegenheit konnten wir die oben erwähnte Hilfsbereitschaft der Thais kennen lernen. Aber die Fahrt hat sich gelohnt. Dieser Park (Eintritt muss gezahlt werden) ist sehr schön. Es soll dort noch Leoparden, Bären und andere exotische Tiere geben, wir haben aber keine gesehen. Tagsüber ist das sowieso nicht möglich. Nachdem wir den Huay To Wasserfall bis zur obersten Stufe erstiegen haben (schweisstreibend), konnte ich nicht widerstehen und habe auf der 10. Stufe in einem kleinen Becken gebadet Das Wasser war wunderbar klar und kühl und keine Menschenseele war zu sehen.
Im untersten Becken hatte sich einige Thai-Familien zum Baden versammelt und die Kinder sprangen von einem Felsenvorsprung ins Wasser. Wasserfälle sind bei den Thais sehr beliebt und einige sind sogar heilig.
Am Nationalpark-Ausgang haben wir ein Getränke-Pause gemacht. Plötzlich ein Aufschrei von Elke. Über uns schlief im Gebälk eine Netzpython. Die anwesenden Thais haben sich totgelacht über Elkes Entsetzen.
Auf der Rücktour haben wir in einem kleinen Dorf frische Ananas (spottbillig) gekauft und dann am Strand verzehrt.
Ein wunderbarer Tag.
Krabi
Ein Tagesausflug nach Krabi stand heute auf dem Programm. Mit dem Bus sind wir von Ao Nang aus gefahren. Die Stadt ist nicht besonders aufregend, aber man sollte sie mal gesehen haben. Schon die Busfahrt mit den freundliche Einheimischen bringt Spaß. Nach einem Stadtbummel und Besuch eines guten Restaurants waren wir zufrieden.
Ausflug zu den Phi Phi Islands
Von Ao Nang aus haben wir einen Schiffsausflug zu den Phi Phi Islands gemacht. Die ungefähr 2 Stunden lange Fahrt war sehr angenehm. Bei schönem Wetter und der wunderbar erfrischenden Seebrise war allein die Hin -und Rückfahrt schon das Geld wert. Sehr gespannt waren wir auf die von allen gepriesene Trauminsel in der Andamanensee. Allerdings mussten wir feststellen, dass der Massentourismus auch hier sehr unangenehme Auswirkungen zeigte. Im Großraum um die Schiffsanlegestelle wurde das Bild durch Unmengen von Buden und Verkaufständen getrübt. Das Ganze machte einen total chaotischen Eindruck. Alle wollten irgendwas verkaufen.
Wir haben uns schnell in Richtung Hin Khom Beach (--> Long Beach) verdrückt. Hier war es besser und wir konnten wunderbar schnorcheln. Zum berühmten "Viewpoint" haben wir es aus Zeitgründen nicht mehr geschafft. Allerdings mehrere Tage würde ich auf der Insel nicht verbringen. Der Tourismus hat, wie auf vielen anderen wunderschönen Plätzen der Welt, fast alles kaputt gemacht. Dazu kommt, das hier die Dreharbeiten zum berühmte Film "The Beach" stattgefunden haben. Das allein reicht, um unzählige Leute auf die Insel zu locken.Um 16:00 Uhr ging es wieder zurück nach Ao Nang.
Ein trauriges Kapitel: Der Tsunami
Als am 26/27.12.04 die Nachrichten über den Tsunami in Asien über die Bildschirme kamen, wollte ich es erst nicht glauben. Nur ein paar Wochen vorher haben wir fast 4 Wochen in dem wunderschönen Land verbracht. Die Erinnerungen an das Land waren noch frisch und dann diese Nachrichten der Katastrophe mit hundertausenden Toten. Wenn man man so eine starke Bindung an Land und Leute hat wie wir, dann trifft es einen noch viel stärker. In unserer Familie war das Entsetzen sogar doppelt, weil unser Carsten mit Janine fast zur gleichen Zeit in Sri Lanka war.
Ich habe mich nach wenigen Tagen über das Internet über den Zustand von Ao Nang informiert. Zu meiner Freude war der Schaden in Ao Nang nicht so groß, die Welle wurde praktisch durch die Insel Phuket abgebremst. Aber auch das reichte, um den Ort an der Promenade zu überfluten.
Die materiellen Schäden waren groß. Aber es hat, meiner Information nach, keine Toten gegeben. Nach wenigen Tagen ist Ao Nang zumindest notdürftig wieder herstellt worden. Heute ist nichts mehr davon zu sehen. Im Gegenteil, wenn alles kaputt ist, kann man ja nur noch neu aufbauen. Und deshalb hat sich Ao Nang positiv verändert.
Was diese Menschen dort brauchen, sind Gäste und nochmals Gäste. Wie sollen sie überleben, wenn keiner mehr kommt. Fairerweise muss ich aber auch sagen, ob ich jetzt nach Khao Lak fahren würde, ich weiß es nicht.
Das Gleiche gilt natürlich auch für Phi Phi Islands. Für diese Traum-Insel gilt: Mit der Katastrophe die große Chance nutzen, den Neuaufbau besser als zuvor machen.



























