Kreta
Kreta-Urlaub 13.5. - 20.5.2011
Nach Korfu (2007) haben wir 2011 eine Woche auf der schönen, griechischen Insel Kreta verbracht. Diese Reisezeit Mai ist optimal. Die ganze Insel blüht und grünt in allen Farben. Auch sind noch nicht so viele Touristen auf der Insel. Die Hauptreisezeiten sind Juli-August.
Das Meer hatte angenehme 19-20° C. Wir haben mehrfach gebadet.
Wir hatten diesmal ausgesprochenes Glück mit dem Hotel Pearl Beach**** in Rethimno an der Nordküste Kretas. Die Zimmer waren gut, das Personal sehr freundlich und das Essen war vorzüglich. Vom Hotel bis zur Innenstadt Rethimno konnte man an der Strandpromenade zu Fuß gehen. Entfernung ca. 2 km. Dieses Hotel wurde uns von dem hiesigen Reisebüro (Wiesmoor) empfohlen. Ein guter Tipp.
Kreta ist wirklich eine Reise wert. Da wir nicht (mehr) die großen Strandlieger sind, haben wir uns einen kleinen Leihwagen gemietet. Das Angebot an Leihwagenfirmen ist sehr groß. Allerdings sollte man beachten, diese Insel ist, bis auf wenige Ausnahmen, sehr gebirgig. Die höchsten Berge im Ida-Gebirge und den Weißen Bergen sind fast 2500 m hoch. Die Strassen sind zwar gut, aber im Gebirge teilweise sehr schmal, kurvig und steil. Nicht mit deutschen Strassen zu vergleichen. Manchmal fährt man keine 50 m geradeaus. Leitplanken sind die Ausnahme. Man muss also permanent lenken und schalten. Aber es bringt viel Spaß. Die Gefahr von Steinschlag ist immer vorhanden. Auch treiben sich häufig Schafe und Ziegen auf den Strassen herum. Die Straßenschilder sind meistens zweisprachig. Die griechischen Schilder und Hinweise kann ich (und das geht wohl den meisten Touristen so) nicht lesen. Achtung: Verkehrsschilder (z.B. Überholverbot) werden von den Kretern überwiegend ignoriert.
Mit deutsch und englisch kann man sich in den Touristenorten gut verständigen. Außerhalb wird es schon schwieriger. Die Kreter sind aber überall ausgesprochen freundlich.
Da wir nur eine Woche auf Kreta waren, konnten wir nur den Bereich südlich und westlich von Rethimno erkunden. Siehe die Karte oben (zum Vergrößern klicken). Trotzdem bin ich über 600 km gefahren. Anstrengend, aber sehr schön.
Hier ein kleine Dia-Show auf YouTube
Zuerst haben wir bei strahlenden Sonnenschein die Innenstadt und Hafen von Rethimno zu Fuß erkundet. Der venezianische Hafen und auch die Stadt mit der Festung ist sehenswert, auch wenn die Präsenz von Tavernen und Restaurants riesig ist. In der Innenstadt gibt es zu viele Souvenirläden, Bars und Restaurants. Aber damit kann (muss) man leben in so einer Touristenhochburg. Dieses Überangebot gilt auch für ganz Kreta.
Unsere erste Fahrt führte uns zum Kreter National-Heiligtum, das Kloster Arkadi. Das wehrhafte Kloster auf dem 500 m hohen Bergplateau war einst ein schrecklicher Schauplatz der Rebellion gegen die türkische Herrschaft. Für Einzelheiten bitte den Link klicken.
Die zweite Fahrt ging gen Westen. Unser Ziel war die wunderschöne alte Stadt Chania. Der Hafen aus der venezianische Zeit ist erheblich größer als der in Rethimno. In Chania haben wir eine 1-stündigeSchiffsfahrt mit einem alten umgebauten Segelkutter gemacht. Da es Sonntag war, bevölkerten auch viele Kreter die Kirchen und Plätze.
Von Chania ging die Fahrt Richtung "Weiße Berge" im Süden. Unser Ziel war die Omalos-Hochebene in ca. 1200 m Höhe. Die Strecke ist wild-romantisch. Viele, viele Kurven und Steigungen auf schmalen Strassen. Allerdings hatten wir so gut wie keinen Autoverkehr. Auf ca. 30 km ist uns kein Auto begegnet. Oben sind wir in ein Restaurant eingekehrt und mussten feststellen, dass die Preise nur halb so hoch waren, wie an der Küste. Diese Hochebene ist überwiegend ein Ausgangspunkt für Bergwanderer.
Natürlich haben wir auch Fahrten an die Südküste Kretas unternommen.
Die Orte wie Agia Galini, Plakias und Frangokastello am Libyschen Meer sind nur mit viel Kurverei zu erreichen, da es im Süden keine Querverbindungen wie im Norden gibt. Aber dadurch ergaben sich wunderschöne Aussichten auf das Libysche Meer. Von hier bis Afrika sind es nur 300 km.
Ein Besuch der minoischen Ausgrabungsstelle Knossos gilt als unverzichtbar. Allerdings waren wir etwas enttäuscht, da die Ausstellungsstücke allesamt Repliken sind. Alle Rückschlüsse der Bodenfunde auf das Leben im minoischen Königspalast sind überwiegend spekulativ, da es keine schriftlichen Überlieferungen gibt. Der Ausgräber Sir Arthur Evans war mit seinen Erklärungen um 1900 sehr phantasiereich. Ägypten ist eben anders.
Am letzten Tag haben wir uns eine kürzere Route ausgesucht. Wir wollen die Ausgrabungstätte Archea Elefterna besuchen. Allerdings haben wir nur den oberen Teil der alten Stadt mit der Burg und den Zisternen gesehen. Wir waren, im Gegenteil zu Knossos, ganz alleine. Prima.
Zum Entsetzen von Elke bin ich in eine der Zisternen hinein gekrochen. Ist aber nix passiert.
Weiter dann zur Melidoni-Höhle. Auf der Fahrt dorthin konnten wir einen Original-Holzkohle-Meiler bestaunen.
Fazit: Kreta ist eine wunderschöne Insel. Zumindest im Frühjahr, wenn alles blüht und grünt. Ob man am Strand liegen will, Bergwandern oder sich die schönen Ziele mit dem Auto erschließen will, für jeden gibt es was. Freundliche Menschen, einigermaßen zivile Preise (an der Küste, im Binnenland billiger) und gutes Wetter garantiert. Was will man mehr.
Für alle meine Fotos auf dieser Website: © Uwe Steen/usteen






















































































